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Gewerkschaft
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Eine Gewerkschaft ist eine Vereinigung der Interessenvertretung von abhängig beschäftigten Arbeitnehmern zur Vertretung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen. Mitglieder einer Gewerkschaft werden als Gewerkschafter oder Gewerkschaftler bezeichnet.
Contents
⢠Ziele
⢠Deutschland
⢠Belgien
⢠Frankreich
⢠GroĂbritannien
⢠Irland
⢠Italien
⢠Sindacato Padano
⢠Niederlande
⢠Ăsterreich
⢠Schweden
⢠Schweiz
⢠Spanien
⢠USA
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Aufgaben und Interessen
Die Gewerkschaften sind zumeist aus der europäischen Arbeiterbewegung hervorgegangen und setzen sich seit ihrem Bestehen fĂźr hĂśhere LĂśhne, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmung, fĂźr ArbeitszeitverkĂźrzungen und teilweise auch fĂźr weitergehende Gesellschaftsveränderung ein. Ihr Zweck ist die Aufhebung der durch den individuellen Arbeitsvertrag gesetzten Vereinzelung und Konkurrenz unter den Lohnarbeitern durch die kollektive Interessenvertretung â mit dem Ziel, allgemeine und verbindliche Regelungen (fĂźr alle Beschäftigten) per Tarifvertrag oder per Gesetz durchzusetzen.cite-ref-1[1] Sie schlieĂen als Verhandlungspartner von Arbeitgeberverbänden beispielsweise Ăźberbetriebliche Tarifverträge ab und fĂźhren dazu Lohnkämpfe, gegebenenfalls auch mit Hilfe von Streiks und Boykotts. Die Gewerkschaften versuchen, in Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder, einen mĂśglichst groĂen Teil der Unternehmensgewinne als Lohn und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an die Belegschaft zu verteilen. Dagegen vertritt die UnternehmensfĂźhrung die Interessen der Unternehmensinhaber und Aktionäre, die mĂśglichst hohe Gewinne erwirtschaften will, als ausgeschĂźttete Dividende und neue betriebliche Investitionen. Da es keine richtige oder optimale Aufteilung der Gewinne gibt, ist die Gewinnverteilung eine Machtfrage, die von beiden Parteien entsprechend ihrer Interessenlage unterschiedlich beurteilt wird.
Ăkonomische Grundlage
Gewerkschaften weisen oft darauf hin, dass ihre Lohnforderungen fßr eine Umverteilung mindestens des Produktivitätsfortschritts sorgen und so insbesondere die Massenkaufkraft, Voraussetzung fßr einen stabilen (Binnen-)Konsum, erhalten bleibt. So argumentieren Gewerkschaften auf der Grundlage nachfrageorientierter Wachstumsmodelle fßr ihre Positionen.
Insbesondere neoklassisch orientierte Ăkonomen fordern ein flexibles Arbeitszeitmodell; Gewerkschaften stehen jedoch häufig fĂźr andere Regelungen ein. Kritiker werfen Gewerkschaften vor, dadurch den heimischen Standort zu schwächen. FĂźr die Ăkonomen der Gewerkschaften â traditionell eher Anhänger des Keynesianismus â geht die Krise auf dem Arbeitsmarkt v. a. auf die Produktivitätszuwächse zurĂźck, die gesellschaftlich ungleich verteilt sind und der Markt deshalb nicht das erhĂśhte Produktionspotential aufnehmen kann (Binnennachfrage). Die Gewerkschaften behaupten, nicht die Lohnkosten seien zu hoch, sondern die LĂśhne seien zu niedrig.
Gegner dieser Auffassung sagen, dass gerade fßr Unternehmen, die dazu in der Lage sind, flexibel den Standort in Niedriglohnländer zu verlagern, hohe StundenlÜhne jedoch abschreckend seien. Andererseits kÜnnen sich auch die Verhältnisse in Niedriglohnländern schnell ändern. In China steigen die LÜhne derzeit um bis zu zehn Prozent pro Jahr. Die Chinesen verlagern ihre Produktionen nach Vietnam und Myanmar.
Es scheint, dass in Osteuropa in den letzten Jahren zahlreiche neue Werke der Automobilindustrie entstanden und in Deutschland Arbeitsplätze verloren gegangen seien. In Ländern mit hoher Produktivität und niedrigeren Lohnkosten als in Deutschland, etwa Schweden, blieben Arbeitsplätze hingegen erhalten. Gerade in der Industrie seien von Arbeitsplatzabbau auch zuliefernde Unternehmen und damit weitere Stellen betroffen. Tatsächlich haben sich aber die durchschnittlichen Lohnstßckkosten in Schweden in den letzten zehn Jahren um das Vierfache mehr erhÜht als in Deutschland. Auch ist die Zahl der in der deutschen Automobilbranche Beschäftigten in Deutschland sogar gestiegen.
In globalisiertem Kontext aufgefßhrte keynesianische Argumente zu Nachfragestärkung wßrden nach den Kritikern angeblich damit ßberlagert, da ohne Arbeit auch keine Nachfrage mÜglich ist und weil sich Investitionen ungehinderter im globalen Markt bewegen kÜnnen als Menschen.
Zur Kaufkrafttheorie der LĂśhne gibt es unterschiedliche Ansichten. Während der Kaufkrafttheorie kritisch gegenĂźberstehende Ăkonomen meinen, dass diese Theorie die Verhältnisse zu sehr vereinfache, meinen die BefĂźrworter dieser Theorie, dass die Gewinntheorie die Verhältnisse zu sehr vereinfache.
Durch die Senkung von Konfliktkosten tragen die Gewerkschaften in Deutschland zu einer stabilen Grundlage der Wirtschaft bei. Im Vergleich zu anderen industriell entwickelten Rechtsstaaten wird in Deutschland nur selten gestreikt. Als nach dem Prinzip der Gewaltenteilung wirkende Gegenkraft ermÜglichen sie es den Arbeitgebern, sich klar auf ihre Standpunkte zu konzentrieren. Dem stehen auch Konsenskosten entgegen. In Rechtsstaaten sind diese vorwiegend finanzieller Natur. Sie unterscheiden sich somit von den menschlichen Kosten, die durch erzwungenen Konsens in autoritären Staaten entstehen.
Ziele
In den vergangenen Jahren nahm der Druck auf die Gewerkschaften zu. Staaten in Mittel- und Osteuropa sowie in Asien, Japan, Neuseeland gelang es, ein hohes Bildungs-, Produktivitäts- und Infrastrukturniveau aufzubauen. In Staaten wie China erfolgt der Druck auf Gewerkschaften durch Kriminalisierung der Grßnder unabhängiger Gewerkschaften. Weiterhin existiert als Kennzeichen fßr fehlende Rechtsstaatlichkeit ein Widerspruch zwischen gesetzlichen Regelungen und der Einklagbarkeit von Rechten.
Die Folge der Konkurrenz aus Gebieten mit geringerer Rechtsstaatlichkeit und der Unterdrßckung von Gewerkschaften war zum Teil die Abwanderung von Arbeitsplätzen aus Westeuropa. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit und der (umstrittenen) These, ein Industrieland wie Deutschland sei international nicht mehr wettbewerbsfähig, halten die Gewerkschaften an Lohnforderungen fest, die zumindest die Inflation ausgleichen, aber auch teilweise hÜher sind als das wirtschaftliche Wachstum, wenn in einer Branche besonders hohe Produktivitätszuwächse zu verzeichnen sind.
In Deutschland wird auf die im internationalen Vergleich wenigsten Streiktage verwiesen. Streiks sind fßr alle Gewerkschaften mit hohen Kosten verbunden und fßr Arbeitgeber neben kurzfristigen Produktionsausfällen langfristig ein Standortnachteil. So ist es im Sinne beider Parteien, Streiks zu vermeiden.
Die meisten Gewerkschaften halten Strategien von Lohnsenkung, um gegen Maschinen zu konkurrieren oder um arbeitsintensive Produktionen zu halten, langfristig fßr verfehlt, auch wenn sie in Einzelfällen entsprechenden Abmachungen zustimmen. Eine wirtschaftstheoretische Grundlage fßr solche Lohnsenkungen hierfßr gibt es jedoch nicht.
Gewerkschaften zielen bei ihren Aktivitäten auf die Schaffung neuer Massennachfrage, die die Binnenkonjunktur anregen soll. So wird die Abkopplung Deutschlands von der anziehenden Weltkonjunktur zum Teil auf die schwache Binnennachfrage zurßckgefßhrt. Einige Wirtschaftsexperten kritisieren jedoch, dass dabei der doppelte Nachfrageeffekt von den Gewerkschaften keine Berßcksichtigung findet. Nachfrage entstehe auch dann, wenn man es Unternehmen erleichtert, Investitionen zu tätigen. Jedoch ist die Wirkung der Investition der eines vorweggenommenen zukßnftigen Konsums gleich, denn investiert wird nur dort, wo später Konsum erwartet wird.
Langfristig sei der Konsum der Zukunft durch die Kredite fĂźr die Investitionen in der Vergangenheit bereits gebunden. Somit kĂśnne man sich langfristig auf die Betrachtung des Konsums zurĂźckziehen und deswegen den Effekt der doppelten Nachfrage ignorieren. Allerdings haben die letzten Jahre gezeigt, dass beispielsweise GroĂunternehmen verstärkt nicht mehr im Inland, sondern auf den Kapitalmärkten oder in Fusionen mit ausländischen Unternehmen investieren. Auch Exportrekorde der deutschen Wirtschaft â die der These mangelnder internationaler Wettbewerbsfähigkeit widersprechen â kĂśnnen die Binnennachfrage nicht ausreichend stĂźtzen.
Bedeutender ist beim doppelten Nachfrageeffekt jedoch die Nachfrage im Inland. Diese ist naturgemäà hoch, wenn es heimischen Unternehmen gut geht. Denn nicht nur private Haushalte, sondern insbesondere auch heimische Unternehmen konsumieren im Inland, etwa ßber Zulieferungen. Hohe LÜhne oder hohe Abgaben jedoch wirkten diesem Konsum entgegen und verlagerten ihn ins Ausland. Dieser These wird aber mit dem Argument widersprochen, die hohen LÜhne an ortsansässige Mitarbeiter wßrden diesen erst ermÜglichen, auch in der Region ihr erarbeitetes Geld auszugeben, sodass sich bei LohnerhÜhungen allenfalls eine Substitution von Zahlungen an regionale Zulieferer zu Zahlungen an regionale Mitarbeiter ergebe.
Gesellschaftspolitische Aufgaben der Gewerkschaften
Den Gewerkschaften gelang es im Laufe der Nachkriegszeit immer deutlicher, auch als allgemeiner gesellschaftlicher Vertreter der Interessen der arbeitenden BevĂślkerung politisch und institutionell anerkannt zu werden. Hierbei Ăźbernahmen sie auĂerhalb des eigentlichen Koalitionszwecks, wie der Wahrnehmung der Arbeitnehmerinteressen beim Abschluss von Tarifverträgen, umfangreiche Aufgaben. Dies gelang vor allem im politischen Raum umso mehr, als sie in allen Parlamenten durch eine groĂe Anzahl von ihnen als Mitglieder angehĂśrenden Abgeordneten UnterstĂźtzung fanden. So waren in den Bundestagen von 1965â1977 sowie von 1998 (gemeint ist jeweils das Wahljahr) zwischen 50 % und 60 % der Abgeordneten Mitglieder von Gewerkschaften, 2002 waren es 47 %, 2005 sind es unter 40 % (36 % bei den DGB-Gewerkschaften). Im Rahmen der Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei den sie beschäftigenden Betrieben erhielten die Gewerkschaften, soweit sie dort Mitglieder besitzen, selbständige Antrags- und Beteiligungsrechte, wie auch grundsätzliche Zugangsrechte zu diesen Betrieben. Bei Unternehmen, die mehr als 2000 Beschäftigte haben, haben sie das Recht zwei oder drei der den dort Beschäftigten zustehenden Aufsichtsräte (zwischen sechs und zehn je nach BetriebsgrĂśĂe) direkt zu stellen. Zwar werden auch die Gewerkschaftsvertreter von den stimmberechtigten Mitarbeitern des Betriebes oder deren Delegierten gewählt, jedoch steht das Vorschlagsrecht hierzu allein der Gewerkschaft zu. So saĂen nach einer Ermittlung des Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem Jahre 2006 in den Aufsichtsräten der mitbestimmungspflichtigen Unternehmen ca. 1.700, zum Teil hochrangige, Vertreter der Gewerkschaften. An der Sozial- und Arbeitsverwaltung nehmen die Gewerkschaften teilweise durch Entsendung von Mitgliedern teil und treten immer dort als Vertreter der Arbeitnehmer auf, wo die Arbeitgeber sich von ihren Verbänden vertreten lassen. Aufgrund ihrer Stellung entsenden sie auch ihre Vertreter in allgemeine Einrichtungen, wie etwa den bei den Ăśffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gebildeten Rundfunkräten.
Organisationsgrad
Ein wichtiger MaĂstab fĂźr die Durchsetzungskraft einer Gewerkschaft oder eines Gewerkschaftsverbandes ist der Organisationsgrad. Gewerkschaft basiert auf Gemeinschaft und aus dieser Gemeinschaft resultiert eine âPosition der Stärkeâ. Je grĂśĂer die Gemeinschaft, desto grĂśĂer auch die Position der Stärke. Der (Netto-)Organisationsgrad bezeichnet dabei den Anteil der in einer Branche oder einem Organisationsbereich beschäftigten Gewerkschaftsmitglieder an allen in dieser Branche oder diesem Bereich Beschäftigten.
Manche Gewerkschaften in manchen Ländern haben wie andere gesellschaftliche GroĂorganisationen in den letzten Jahrzehnten einen erheblichen Mitgliederschwund gehabt. Das Gesamtbild ist jedoch nicht einheitlich. Häufig genannte GrĂźnde fĂźr einen RĂźckgang sind eine gesellschaftliche Tendenz zur Individualisierung, kleiner werdende Betriebsstrukturen, Verringerung von Arbeitsplätzen in der Industrie zu Gunsten des Dienstleistungsbereichs, aber auch der FĂźhrungsstil der Gewerkschaften, Korruptionsaffären und Unzufriedenheit der Mitglieder mit den Ergebnissen bei der Durchsetzung von EntgelterhĂśhungen. Einzelheiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. In Deutschland verzeichnen manche Gewerkschaften inzwischen wieder Mitgliederzuwächse.
| Land | 1960 | 1980 | 2000 |
|---|---|---|---|
| Schweden | 70,7 | 78,2 Ⲡ| 81,9 Ⲡ|
| Finnland | 29,3 | 70,0 Ⲡ| 79,0 Ⲡ|
| Dänemark | 60,2 | 77,5 Ⲡ| 81,7 Ⲡ|
| Belgien | 40,7 | 56,6 Ⲡ| 58,0 Ⲡ|
| Norwegen | 51,6 | 54,1 Ⲡ| 54,3 Ⲡ|
| Irland | 43,8 | 55,3 Ⲡ| 38,5 ⟠|
| Ăsterreich | 57,8 | 50,8 âź | 35,3 âź |
| Italien | 22,2 | 44,4 Ⲡ| 31,0 ⟠|
| UK* | 43,5 | 52,2 Ⲡ| 29,5 ⟠|
| Deutschland | 34,2 | 33,6 âź | 21,6 âź |
| Japan* | 32,2 | 30,3 âź | 21,5 âź |
| Niederlande | 41,0 | 32,4 âź | 22,3 âź |
| USA* | 28,9 | 21,1 âź | 13,5 âź |
| Frankreich | 19,2 | 17,1 âź | 9,0 âź |
Organisationsgrad in %: aktive Mitglieder (ohne Rentner) zu abhängig Beschäftigte zzgl. Arbeitslose; Länder mit *: Mitglieder zu abhängig Beschäftigte.
Internationale Gewerkschaftsorganisationen
siehe:
Internationale Gewerkschaftsverbände
â
Hauptartikel
:
Internationale Gewerkschaftsverbände
Deutschland
â
Hauptartikel
:
Gewerkschaften in Deutschland
Belgien
Die erste Gewerkschaft (âVakbondâ) wurde in Belgien von den Schriftsetzern in BrĂźssel 1842 gegrĂźndet. Belgien hat mit ca. 80 % der Beschäftigten einen der hĂśchsten gewerkschaftlichen Organisationsgrade in Europa. In Belgien gibt es verschiedene Gewerkschaftsrichtungen, unter anderem âFreie Gewerkschaftenâ.
Die Gewerkschaften Ăźbernehmen in Belgien auch Aufgaben als Arbeitslosenkassen.cite-ref-3[3]
In Belgien und damit auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind die wichtigsten Organisationen:
⢠Der mitgliederstärkste Gewerkschaftsbund ist die christlich-sozial orientierte Christliche Gewerkschaft CSC (ConfÊdÊration des syndicats chrÊtiens).
⢠Die Liberale Gewerkschaft CGSLB (ConfÊdÊration GÊnÊrale des Syndicats LibÊraux de Belgique) ist eine unabhängige interprofessionnelle Gewerkschaft und sozial-liberal orientiert.
⢠Der auch als âSozialistische Gewerkschaftâ bezeichnete Allgemeine Belgische Gewerkschaftsbund (FGTB) ist der zweitgrĂśĂte Gewerkschaftsbund und sozial-demokratisch orientiert.
Neben diesen drei Organisationen sind folgende Gewerkschaften (Vakbonden) im flämischen Teil Belgiens registriert:
⢠NCK â Nationale Confederatie van Kaderleden
⢠Neutr-On â Neutrale Vakbond
⢠UF â Nuod-unie van FinanciĂŤn
Frankreich
â
Hauptartikel
:
Geschichte der Gewerkschaften in Frankreich
In Frankreich gibt es verschiedene vorwiegend politisch ausgerichtete Gewerkschaften:
Hinweis: Die im Folgenden genannten Mitgliederzahlen stammen von den Gewerkschaften selbst, nach dem unabhängigen Institut Superieur du Travail (HĂśheres Arbeitsinstitut) sind die tatsächlichen Zahlen wesentlich niedriger, Zahlen von 2016â2018.cite-ref-4[4]
ConfÊdÊration française dÊmocratique du travail
Die ConfĂŠdĂŠration française dĂŠmocratique du travail (CFDT, FranzĂśsischer Demokratischer Gewerkschaftsbund) ist mit etwa 800.000 Mitgliedern der grĂśĂte Gewerkschaftsbund Frankreichs. GegrĂźndet wurde die CFDT 1964, als die Mitglieder des christlichen Gewerkschaftsbunds ConfĂŠdĂŠration française des travailleurs chrĂŠtiens (CFTC) sich mehrheitlich fĂźr eine Säkularisierung und die Umbenennung zur CFDT entschieden. Etwa ein Zehntel ihrer Mitglieder verlieĂ allerdings in der Folge den Verband und grĂźndete die CFTC wieder neu.
In ihren frßhen Jahren stand die CFDT politisch der Parti socialiste unifiÊ (PSU) nahe, ab 1974 dann der Parti socialiste (PS) unter François Mitterrand. Inzwischen ist die CFDT allerdings politisch weitgehend ungebunden und unterstßtzte beispielsweise 1995 den konservativen Premierminister Alain JuppÊ bei der Durchsetzung heftig umstrittener Sozialstaatsreformen.
ConfĂŠdĂŠration gĂŠnĂŠrale du travail
Die ConfÊdÊration gÊnÊrale du travail (CGT, Allgemeiner Gewerkschaftsbund) ist ein franzÜsischer Gewerkschaftsbund, der traditionell der Kommunistischen Partei Frankreichs nahesteht. Seit einigen Jahren ist allerdings zu beobachten, dass diese Verbindung zunehmend schwächer wird.
GegrĂźndet wurde die CGT 1895 auf einem Kongress in Limoges durch den Zusammenschluss der FĂŠdĂŠration des bourses du travail und der FĂŠdĂŠration nationale des syndicats.
Heute ist die CGT mit etwa 700.000 Mitgliedern der zweitgrĂśĂte Gewerkschaftsbund Frankreichs. Geographische Schwerpunkte sind das DĂŠpartement Ariège im SĂźdwesten des Landes (an der Grenze zu Spanien und Andorra) und die Region Limousin.
ConfÊdÊration gÊnÊrale du travail-Force ouvrière
Die ConfĂŠdĂŠration gĂŠnĂŠrale du travail-Force ouvrière (CGT-FO; sinngemäà Allgemeiner Gewerkschaftsbund-Arbeitermacht), heute in aller Regel Force ouvrière (FO) genannt, ist einer der vier bedeutenden GewerkschaftsbĂźnde in Frankreich. Sie ist traditionell der gemäĂigten Linken zuzuordnen.
Ihre Raison dâĂtre (Daseinszweck) ist die Dominanz der KPF im Allgemeinen Gewerkschaftsbund (CGT) nach dem Zweiten Weltkrieg. Die GrĂźndung erfolgte 1948. Sie sieht ihr Ziel in der Verteidigung der Ideale der Republik: (Freiheit, Gleichheit, BrĂźderlichkeit, Trennung des Staates von der Religion). Die Besonderheit der CGT-FO liegt in der parteipolitischen Profillosigkeit.
ConfĂŠdĂŠration paysanne
Die ConfĂŠdĂŠration paysanne (auch als die confâ bekannt) ist eine franzĂśsische Bauerngewerkschaft. Sie ist Mitglied in der Europäischen Bauern Koordination und der Via Campesina.
Sie wurde 1987 gegrĂźndet. Sie entstand aus der Vereinigung zweier kleinerer Gewerkschaften, der FNSP und der CNSTP. 2001 erhielt sie 28 % der Stimmen bei den Wahlen zur Landwirtschaftskammer, dies machte sie zur zweitgrĂśĂten landwirtschaftlichen Gewerkschaft in Frankreich. Sie ist in allen franzĂśsischen DĂŠpartements und Ăbersee-DĂŠpartements aktiv.
Sie kämpft fĂźr eine kleinräumige Landwirtschaft, fĂźr den Umweltschutz und fĂźr die Qualität der erzeugten Produkte. Ihre Ăśffentlichkeitswirksamen Aktionen gegen die WTO im August 1999 und gegen die Nutzung von gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft sowie die Skandale um dioxinverseuchtes HĂźhnerfleisch und BSE in der Massentierhaltung lieĂen ihre Popularität in Frankreich steigen.
ConfÊdÊration française des travailleurs chrÊtiens
Die ConfÊdÊration française des travailleurs chrÊtiens (CFTC, FranzÜsischer Bund christlicher Arbeiter) ist ein franzÜsischer Gewerkschaftsbund mit derzeit etwa 130.000 Mitgliedern.
GegrĂźndet wurde der Verband 1919 durch den Zusammenschluss von 321 Gewerkschaften. Die Programmatik lehnte sich an die Enzyklika Rerum Novarum von Papst Leo XIII. an. Daher wurde eine Revolution, als deren Instrument sich der kommunistische Konkurrenzverband CGT sah, von der CFTC stets zugunsten von Reformen abgelehnt. 1964 entschied sich eine Mehrheit der Mitglieder der CFTC fĂźr die Säkularisierung und die Umbenennung in ConfĂŠdĂŠration française dĂŠmocratique du travail (CFDT). Etwa zehn Prozent der Mitglieder verlieĂen daraufhin die Organisation und grĂźndeten die CFTC neu.
Die CFTC steht politisch weiter rechts als die CFDT. Sie ist der einzige Gewerkschaftsbund Frankreichs, dessen Mitglieder bei der franzÜsischen Präsidentschaftswahl 2002 ßberdurchschnittlich oft fßr den rechtsextremen Kandidaten Jean-Marie Le Pen stimmten.
Coordination française nationale des travailleurs
Die Coordination française nationale des travailleurs war ein âGewerkschaftsbundâ der rechtsextremen Partei Front national (FN). Sie vereinte mehrere Kleinstgewerkschaften (Polizei, Gefängnispersonal, Verkehrsmittel, Post, Bildung), Arbeitgeberorganisationen und Mietervereine. 1997 nahm sie in 34 DĂŠpartements an den Arbeitsgerichts-Wahlen teil. Die Wahl der CFNT-Vertretern wurde jedoch aufgrund von Klagen anderer Gewerkschaften annulliert, weil die Organisation ideologisch zu abhängig von der Front national und sie deshalb keine echte Gewerkschaft sei.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]
ConfĂŠdĂŠration nationale du travail
In Frankreich tragen drei (oder vier) Gewerkschaften den Namen ConfĂŠdĂŠration nationale du travail (CNT):
Die ConfÊdÊration Nationale du Travail-Vignoles (CNT-F) ist eine revolutionär-syndikalistische GewerkschaftsfÜderation.
Die ConfĂŠdĂŠration Nationale du Travail â AIT (CNT-IAA) (auch CNT-F genannt innerlich der IAA) ist der anarchosyndikalistischen Internationalen ArbeiterInnen-Assoziation (IAA) angeschlossen. Sie ist eine dezentral aufgebaute anarchistische GewerkschaftskonfĂśderation und besteht aus lokalen und betrieblichen Gruppen (Syndikaten) in 17 franzĂśsischen Städten. Ihre Mitgliederzahl liegt nach eigenen Angaben derzeit im dreistelligen Bereich.
Die ConfĂŠdĂŠration Nationale du Travail â SolidaritĂŠ Ouvrière (CNT-SO) ist eine Spaltung von der franzĂśsischen CNT-AIT, die ein BedĂźrfnis nach der NĂźtzung von Gewerkschaftsfunktionären anerkennt.
Ihren Ursprung haben alle âMiniâ-gewerkschaften in einer Gruppe, die 1946 von im franzĂśsischen Exil lebenden spanischen Anarchosyndikalisten gegrĂźndet wurde, die in Paris noch einige Mitglieder in die ConfĂŠdĂŠration Nationale du Travail â Tour d'Auvergne hat, auch wenn diese heutzutage keine Aktion zu haben scheinen.
Union syndicale Solidaires
Die Union syndicale Solidaires ist ein linker basisdemokratischer Gewerkschaftsverband. Sie gilt als eine Abspaltung der gemäĂigten CFDT, die die Selbstorganisation weiterfĂśrdern wollte und ist eines der GrĂźndungsmitglieder von Attac. UrsprĂźnglich von zehn unabhängigen Gewerkschaften als Groupe des 10 (G10) gegrĂźndet, erweiterte sie sich 1989 um die Sud-PTT, einem Bund von im vergangenen Jahr aus der CFDT ausgeschlossener Gewerkschaften des Post- und Telekommunikationssektors. Nach Anschluss weiterer Abspaltungen CFDT erfolgte 1998 ihre NeugrĂźndung unter heutigem Namen. Laut einiger Politiker versuchen verschiedene radikalere Parteien wie die trotzkistische Ligue communiste rĂŠvolutionnaire, die Ăśkosozialistischen Ensemble !, oder auch die anarchistische Alternative Libertaire intern an Einfluss zu gewinnen.
Union nationale des syndicats autonomes (UNSA)
1993 geboren aus der Spaltung der FEN, und der Vereinigung mit der FAT, der FMC, der FGSOA und der FGAF.
ConfÊdÊration Française de l'Encadrement (CGC)
Die ConfÊdÊration Française de l'Encadrement CGC besteht aus Berufsverbänden und Gewerkschaften. Sie repräsentiert die Cadres (Leitenden Angestellten). Sie wurde 1944 gegrßndet und hat 110.000 Mitglieder.cite-ref-7[7]
GroĂbritannien
â
Hauptartikel
:
Liste von Gewerkschaften des Vereinigten KĂśnigreichs
Entwicklung im 18., 19. und 20. Jahrhundert
Schon im ausgehenden 18. Jahrhundert begann in GroĂbritannien die Entwicklung der Industrialisierung; der bisherige Agrarstaat wandelte sich. Noch waren die Handwerker in âGuildsâ â also Gilden â organisiert. Die dann zunehmende Industrialisierung war der Kern der Entwicklung zu âtrade unionsâ oder âlabour unionsâ, also zu den Gewerkschaften. Eine der frĂźhen Gewerkschaften war die durch den irischen Baumwollspinner John Doherty (1798â1854) ab 1829 aufgebaute Grand Union of Cotton Spinners, die Gewerkschaft der Spinnerei-Arbeiter,cite-ref-wolfgang-abendroth-8-0[8] aus der im Folgejahr dank seiner Initiative die National Association for the Protection of Labour entstand, einer der ersten spartenĂźbergreifenden GewerkschaftsbĂźnde.cite-ref-wolfgang-abendroth-8-1[8]
Ein wichtiger Schritt war die formale staatliche Anerkennung der Gewerkschaften im Jahr 1872, die einerseits einen Meilenstein der Demokratisierung darstellte, andererseits die britischen Gewerkschaften auch davon abhielt, sich in einer Partei zu organisieren, um grundlegende politische Ziele durchzusetzen, wie es etwa bei der deutlich frßheren Entwicklung von Arbeiterparteien in anderen, stärker repressiven Staaten der Fall war.cite-ref-9[9]
GroĂbritannien hat als frĂźher Industriestaat die bedeutendste historische Entwicklung in der Gewerkschaftsbewegung. Davon zeugen die rund 108 historischen Gewerkschaften. Auch der Trade-Unionismus hat seinen Ursprung in den industriellen Zentren Englands. Traditionell arbeiteten die Gewerkschaften politisch mit der Labour Party zusammen, welche in ihren Anfangsjahren keine Individualmitgliedschaft kannte. Mitglieder der Labour Party waren automatisch auch Gewerkschaftsmitglieder, sofern sich die entsprechenden Gewerkschaften fĂźr einen Beitritt zur Labour Party entschlossen haben. Vor der Zusammenarbeit mit Labour bestand jedoch ein enges Verhältnis der Trade Unions zur Liberalen Partei, welche Ăźber Jahrzehnte die parlamentarische Interessenvertretung der Gewerkschaften war (Lib Lab). Labour konnte anfangs kaum Anklang bei der Mehrheit der Gewerkschafter finden. Auch frĂźhere GrĂźndungen von sozialdemokratischen Parteien blieben erfolglos, so die Independent Labour Party und die Social Democratic Federation, die sich später der Labour Party anschlossen. Britische Gewerkschaften waren vor allem durch ein hohes MaĂ an Entpolitisierung und Misstrauen gegenĂźber sozialistischen Ideen geprägt. Revolutionäre Umsturzpläne waren unter Gewerkschaftsmitgliedern praktisch nicht zu finden. Eine Folge der langen Tradition von Gewerkschaften in GroĂbritannien und dem Ausbleiben allzu groĂer Repressionen gegen die Arbeitervertretung, etwa im Gegensatz zum bismarckschen Deutschland.
Schwächung im ausgehenden 20. Jahrhundert
In GroĂbritannien herrschte bis 1980 das Closed-Shop-Modell (dt. hier in etwa: in sich geschlossener Betrieb), das heiĂt, alle Mitarbeiter eines Betriebes mussten pflichtmäĂig der Gewerkschaft angehĂśren. Schon der Winter of Discontent 1978/1979, in dem es zu ausgedehnten Streiks der Gewerkschaften mit dem Ziel signifikanter Lohnsteigerungen kam, endete mit einer erheblichen Schwächung der Gewerkschaftsbewegung. In der Folge kam Margaret Thatcher bei den Parlamentswahlen am 4. Mai 1979 an die Regierungsmacht.
Im Britischen Bergarbeiterstreik 1984/1985 verlor die National Union of Mineworkers (NUM) immer mehr den Rßckhalt der britischen BevÜlkerung und fßhrte zu einer zunehmenden Radikalität des Bergarbeiterfßhrers Arthur Scargill. Nach ßber einem Jahr des Arbeitskampfes gewann die Regierung unter Margaret Thatcher die Oberhand ßber die Bergarbeitergewerkschaft.
Es folgte die Abschaffung des Closed Shop (Pflichtmitgliedschaft in Gewerkschaften fßr Arbeiter zahlreicher Unternehmen) und dem Verbot der so genannten Flying Pickets (Streikposten, die nicht dem bestreikten Betrieb angehÜren). In der Wirtschaft wurden daraufhin einige von den Gewerkschaften zuvor bekämpften technischen Innovationen nachgeholt. So konnten beispielsweise Ende der Achtziger die britischen Zeitungen vom Bleisatz auf den in anderen Ländern schon seit langem ßblichen Fotosatz umgestellt werden, was die Gewerkschaften bis dahin immer verhindert hatten.
Die Bergarbeitergewerkschaft National Union of Mineworkers (NUM) verlor von 253.000 Mitgliedern im Jahre 1979 auf nunmehr unter 5.000 Mitglieder im Jahre 2000. Die Transport and General Workers Union (TGWU) hatte im Jahre 1979 noch 2.086.000 Mitglieder und kam im Jahre 2000 noch gerade auf 858.000 Mitglieder.cite-ref-10[10]
Viele Historiker und Experten fĂźr Arbeitsbeziehungen betrachten die gesamten 1980er und frĂźhen 1990er Jahre als eine einheitliche Phase des kontinuierlichen RĂźckgangs der Streikhäufigkeit und der Gewerkschaftsmitgliedschaft in GroĂbritannien. Diese RĂźckgänge in der Gewerkschaftsmitgliedschaft und der Streikhäufigkeit werden oft âThatcherismusâ und der Ăbernahme von âIndividualismusâ sowie âFeindseligkeit gegenĂźber Gewerkschaftenâ innerhalb der britischen Arbeiterklasse zugeschrieben. Eine empirische Untersuchung zeigt allerdings, dass der RĂźckgang der Gewerkschaftsmitgliedschaft im Zeitraum von 1980 bis 1988 Ăźberwiegend auf Entlassungen und BetriebsschlieĂungen in Bereichen der Wirtschaft, in denen die Gewerkschaften ihre stärksten Betriebsorganisationen und die hĂśchsten Mitgliederdichten hatten, zurĂźckgehen. AuĂerdem wird deutlich, dass es der Gewerkschaftsbewegung zwar gelang, den Mitgliederschwund in den späten 1980er Jahren einzudämmen, als sich die Wirtschaft von der Rezession zu erholen begann, sie jedoch nicht in der Lage war, die Millionen von Mitgliedern zurĂźckzugewinnen, die sie verloren hatte. Dies lag nicht an einem kulturellen Wandel hin zu einer anti-gewerkschaftlichen Haltung oder an der Abschaffung der verpflichtenden Gewerkschaftsmitgliedschaft (âClosed Shopâ), sondern vielmehr an der Unfähigkeit der Gewerkschaften, sich effektiv anzupassen, um Arbeitnehmer in einer stark veränderten Wirtschaftslandschaft, geprägt von kleinen und mittleren Unternehmen im Dienstleistungssektor, zu organisieren.cite-ref-11[11]
Gewerkschaftliche Dachverbände in GroĂbritannien
⢠General Federation of Trade Unions (GFTU)
⢠Scottish Trades Union Congress (STUC)
⢠Trades Union Congress (TUC)
Heutige Gewerkschaften in GroĂbritannien
Wegen ihrer GrĂśĂe oder Bedeutung sind hervorzuheben:
⢠National Union of Mineworkers (NUM). Sie ging 1945 aus einer Reorganisation der Minersâ Federation of Great Britain (MFGB) hervor. Die einzelnen Bergarbeitergewerkschaften, die in der FĂśderation zusammengeschlossen waren, waren im späten 19. und frĂźhen 20. Jahrhundert die grĂśĂten und mächtigsten Gewerkschaften GroĂbritanniens und Ăźbten einen erheblichen Einfluss auf die Gewerkschaftsbewegung im Land aus. Unter anderem vertraten sie das Ziel, eigene Gewerkschaftskandidaten zu Unterhauswahlen aufzustellen und erlangten so 1874 die ersten Sitze im Unterhaus fĂźr Mitglieder der Arbeiterklasse. Die NUM-Mitgliederzahlen nahmen von ca. 253.000 Mitgliedern im Jahre 1979 auf unter 5.000 Mitglieder im Jahre 2000 ab.cite-ref-hist-part5-12-0[12]
⢠transport-and-general-workers-union Die Transport and General Workers Union (TGWU) war im Jahre 1979 mit 2.086.000 Mitgliedern die grĂśĂte Gewerkschaft GroĂbritanniens. Durch zahlreiche Reformen, insbesondere der konservativen Regierung unter Margaret Thatcher und ihre Wirtschaftspolitik hat sie auf 858.000 Mitglieder im Jahre 2000 abgenommen.cite-ref-hist-part5-12-1[12]
⢠General workersâ union (GMB) ist eine allgemeine Gewerkschaft (general union) mit 600.000 Mitgliedern. GMB ist in 34 der 50 grĂśĂten Firmen organisiert.
⢠UNISON â the Public Service Union hatte 2005 1,3 Mio. Mitglieder + 155.000 Mitglieder.
⢠Public and Commercial Services Union (PCS) hat 325.000 Mitglieder.
⢠Union of Shop, Distributive and Allied Workers (USDAW) ist eine der grĂśĂten Gewerkschaften im Bereich des Handels mit Ăźber 345.000 Mitgliedern.
⢠National Union of Rail, Maritime and Transport Workers (RMT) ist die Gewerkschaft der Transportindustrie mit 75.000 Mitgliedern.
Irland
1908 wurde in Irland die Irish Transport and General Workersâ Union (ITGWU; Irische Transport- und Arbeiterunion) als eine irische Gewerkschaftsunion von James Larkin gegrĂźndet. Anfangs bezog die ITGWU ihre Mitglieder hauptsächlich von der in Liverpool ansässigen National Union of Dock Labourers (Nationale Union der Hafenarbeiter), aus der Larkin 1908 ausgeschlossen worden war. Später umfasste die Union Mitglieder verschiedener Industriezweige.
Die ITGWU war der Dreh- und Angelpunkt während des Dublin Lockout im Jahr 1913 â einem monatelangen Generalstreik, der die ITGWU und die Arbeiterbewegung nachhaltig beeinflusste. Nach der (fĂźr die ITGWU fehlgeschlagenen) Aussperrung wanderte Larkin 1914 nach Amerika aus, und William X. OâBrien wurde der neue AnfĂźhrer und diente später fĂźr viele Jahre als Generalsekretär.
Larkin kehrte 1923 nach Irland zurĂźck und traf sich mit Mitgliedern der Trade Union, um ein Ende des Irischen BĂźrgerkriegs zu bewirken. Trotz aller BemĂźhungen befand sich Larkin im Widerspruch zu William OâBrien, der in dessen Abwesenheit zur tragenden Figur der ITGWU, der Irish Labour Party und dem Trade Union Congress aufgestiegen war. Der bittere Streit zwischen den beiden sollte Ăźber zwanzig Jahre andauern.
1924 grĂźndete Larkins Bruder Peter eine neue Union, die Workersâ Union of Ireland (WUI), zu der viele ITGWU-Mitglieder aus Dublin wechselten. Doch trotz des Mitgliederschwunds blieb die ITGWU die dominante Kraft unter den Gewerkschaftsverbänden, vor allem auĂerhalb der Hauptstadt Dublin.
1945 verlieĂ die ITGWU den Irish Congress of Trade Unions, als der Congress die Mitgliedschaft der WUI akzeptierte, und begrĂźndete den rivalisierenden Congress of Irish Unions.
1990 schloss sich die ITGWU letztendlich mit der WUI zur neuen Gewerkschaft, der Services, Industrial, Professional and Technical Union (SIPTU) zusammen.
Italien
Confederazione Generale Italiana del Lavoro
Die Confederazione Generale Italiana del Lavoro (CGIL) ist ein nationaler Gewerkschaftsbund in Italien. Sie wurde im Juni 1944 gegrßndet durch die Einigung von Sozialisten, Kommunisten und Christdemokraten, niedergelegt im so genannten Vertrag von Rom. Sie hat mehr als 5 Mio. Mitglieder, von denen ungefähr 2,3 Mio. aktiv sind. Die CGIL ist Mitglied im Internationalen Bund Freier Gewerkschaften und dem Europäischen Gewerkschaftsbund sowie des Gewerkschaftlichen Beratungsausschusses bei der OECD.
Unione Sindacale Italiana
Die Unione Sindacale Italiana (USI; Union der italienischen Syndikalisten) war der Dachverband der italienischen Syndikalisten, der im Zuge des Biennio rosso ca. 1 Mio. Mitglieder zählte. Die USI wurde 1912 gegrßndet. Sie sagte sich vom Reformismus los und orientierte sich an den radikalen Grundsätzen der Ersten Internationale. Sie schloss sich später der anarcho-syndikalistischen International Workers Association (IWA) an.
Nach Kriegsende erreichte die Mitgliedszahl im Biennio rosso, den beiden ârotenâ Jahren 1919 und 1920, einen HĂśhepunkt (ca. 1.000.000). Während dieser Zeit schloss sich der International Workers Association (IWA; Associazione Internazionale dei Lavoratori, AIT; AsociaciĂłn Internacional de los Trabajadores) an. Sie nannte sich auch USI-AIT und wurde zum Hauptgegner Mussolinis in den StraĂenschlachten des Biennio rosso und Biennio nero. Die USI-AIT wurde 1926 von Mussolini verboten, setzte jedoch ihre Tätigkeit im Untergrund und im Exil fort.
Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten die verbliebenen Mitglieder dem Ruf der Federazione Anarchica Italiana die zur Teilnahme an einer Einheitsgewerkschaft aufrief und fusionierte mit der Confederazione Generale Italiana del Lavoro (CGIL). Als sich die CGIL 1950 teilte, grĂźndeten einige Aktivisten die USI-AIT erneut, konnten aber auch nicht annähernd an frĂźhere Erfolge anschlieĂen. Bis in die 1960er Jahre war sie in einigen Regionen vertreten, die syndikalistische Botschaft hielt sie bis zuletzt aufrecht.
Confederazione Generale dei Sindacati Autonomi dei Lavoratori
Die Confederazione Generale dei Sindacati Autonomi dei Lavoratori (CONF.S.A.L.) ist ein 1979 gegrßndeter italienischer Gewerkschaftsbund. Er entstand aus einer Fusion der seit vielen Jahren existierenden SNALS und UNSA. Er gehÜrt dem europäischen Gewerkschaftsbund CESI an, dessen Mitgliedsorganisationen nicht sozialistisch sind.
Confederazione Italiana Sindacati Autonomi Lavoratori
Die Confederazione Italiana Sindacati Autonomi Lavoratori (CISAL) ist ein kleinerer Gewerkschaftsbund in Italien. Er wurde 1957 gegrßndet. Als einziger Gewerkschaftsbund weist er eine Präferenz fßr die von relativ vielen Arbeitern gewählten Partei Forza Italia des frßheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf. Die CISAL zählt 1.700.000 Mitglieder.
Autonomer SĂźdtiroler Gewerkschaftsbund
Der Autonome Sßdtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) ist die gewerkschaftliche Organisation der deutschen und ladinischen Arbeiterschaft in Sßdtirol. Er wurde 1964 von ehemaligen Mitgliedern der mehrheitlich italienischen Gewerkschaft CISL gegrßndet, um den Arbeitern der deutschen und ladinischen Volksgruppe eine eigenständige Gewerkschaftsvertretung zu ermÜglichen. Heute ist der ASGB mit 27.000 Mitgliedern (2006) die stärkste Gewerkschaftsorganisation in Sßdtirol.
Confederazione Italiana Lavoratori Liberi
Die Confederazione Italiana Lavoratori Liberi (CONF.ILL; Italienischer Bund freier Arbeiter) ist eine Mitgliedsorganisation des Bundes europäischer nicht-sozialistischer Gewerkschaftsbßnde CESI. Die CONF.ILL ist kein Gewerkschaftsbund im juristischen Sinne, hat aber in Italien etwa 200.000 Mitglieder.
Unione Generale del Lavoro
Die Unione Generale del Lavoro (UGL) ist ein unbedeutender italienischer Gewerkschaftsbund. Er steht der postfaschistischen Partei Alleanza Nazionale nahe. Die deutschen Gewerkschaften kooperieren nicht mit der UGL. 1950 wurde die UGL als CISNAL gegrßndet und trägt seit 1996 den jetzigen Namen.
Sindacato Padano
Das Sindacato Padano (SINPA, sinngemäà Oberitalienische Gewerkschaft) ist eine sehr kleine Gewerkschaft in Norditalien. Sie steht der norditalienischen Befreiungsbewegung Lega Nord nahe und besitzt nur eine eingeschränkte Bedeutung. Sie wurde 1996 als Sindacato Autonomo di Lavoratori Padani (Autonome Gewerkschaft der oberitalienischen Arbeiter) gegrßndet.
Niederlande
Die erste Gewerkschaft (vakbond) in den Niederlanden war der Algemene Nederlandse Grafische Bond, die 1866 gegrĂźndet wurde.
Es gibt folgende Gewerkschaften (Vakbonden) in den Niederlanden:
AVV
Alternatief voor Vakbond,
BTP
Bond van Telecompersoneel, die Vereinigung des Telecompersonals;
CMHF
Centrale van Middelbaar en Hogere Functionarissen,
VHMF
Vereniging van Hoofdambtenaren bij het Ministerie van FinanciĂŤn,
CNV
Christelijk Nationaal Vakverbond, der nationale christliche Gewerkschaftsbund;
FNV
Federatie Nederlandse Vakbeweging,
LBV
Landelijk Belangen Vereniging,
LSVb
Landelijke Studenten Vakbond,
MHP
Vakcentrale voor middengroepen en hoger personeel, Gewerkschaftszentrale fĂźr gehobene und hĂśhere Angestellte;
NU'91
Vakbond voor de verpleging en verzorging, Gewerkschaft fĂźr Nahrungsmittel und Versorgung;
RMU
Reformatorisch Maatschappelijke Unie,
VAWO
Vakbond voor de wetenschap, vakorganisatie voor personeel van universiteiten, onderzoekinstellingen en universitair medische centra,
VHKP
Vereniging voor Hoger KLM Personeel, eine kategoriale Gewerkschaft fĂźr KLM Fluggesellschaft Management und Spezialisten.
VLD
Vakbeweging in Vervoer, Logistiek en Dienstverlening, die Gewerkschaft fĂźr Dienstleister;
VVMC
Vakbond voor Rijdend Personeel,
VNV
Vereniging van Nederlandse Verkeersvliegers, die Vereinigung der Verkehrsflieger;
Marver
Marechaussee vereniging ,
VBMlNOV
Vakbond voor defensiepersoneel.
Ăsterreich
â
Hauptartikel
:
Liste von Gewerkschaften in Ăsterreich
Ăsterreichischer Gewerkschaftsbund
Der Ăsterreichische Gewerkschaftsbund ist eine 1945 gegrĂźndete Ăźberparteiliche Interessenvertretung fĂźr Arbeitnehmer. Traditionell wird er aber von den Sozialdemokraten dominiert. Er ist als Verein konstituiert und gliedert sich intern in sieben (Stand 2011) Teilgewerkschaften. Seit 2009/2010 befindet sich der ĂGB mit den Fachgewerkschaften PRO-GE, GBH, vida, GPF, GdG-KMSfB und dem Verband Ăsterreichischer Gewerkschaftlicher Bildung (VĂGB), dem ĂGB-Verlag und dem Reiseunternehmen Sotour Austria in einem gemeinsamen Haus am Handelskai im 2. Wiener Gemeindebezirk (Johann-BĂśhm-Platz 1, 1020 Wien).
Gewerkschaften in Ăsterreich
Die sieben Teilgewerkschaften sind:
⢠Gewerkschaft GPA (vormals GPA und DJP, dann Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier, 2020 Umbenennung in Gewerkschaft GPAcite-ref-13[13])
⢠Gewerkschaft Ăśffentlicher Dienst (GĂD)
⢠Gewerkschaft Bau-Holz (GBH)
⢠Produktionsgewerkschaft (Gewerkschaft PRO-GE) (vormals GdC und GMTN)
Weiters sind die Gewerkschaften GBH, KMSfB, GPF und vida als infra â Die Allianz der Infrastrukturgewerkschaften gemeinsam tätig.
Schweden
Die Gewerkschaftsbewegung war ein integraler Bestandteil der Arbeiterbewegung in Schweden. Die ersten Gewerkschaftsvereine wurden in den 1870er Jahren nach britischem und deutschem Vorbild gebildet. Der Durchbruch gelang infolge der groĂen Streikwelle in Norrland um 1880. Diese Streiks, die vom Militär niedergeschlagen worden waren, wiesen auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Organisation hin. In den folgenden Jahren entstand eine Reihe von Gewerkschaften, die sich 1898 in einem Dachverband, der Landesorganisation LO zusammenschlossen.
Die positive Entwicklung wurde durch den Generalstreik von 1909 unterbrochen, weil dieser nach einigen Wochen zusammenbrach. Viele Mitglieder verlieĂen die Landesorganisation und schlossen sich einer neugegrĂźndeten syndikalistischen Bewegung nach franzĂśsischem Vorbild, Sveriges Arbetares Centralorganisation (SAC), an. Zunächst war die Konkurrenz zwischen diesen beiden Gewerkschaften stark, doch verlor die syndikalistische Gewerkschaft nach dem Ersten Weltkrieg schnell an Bedeutung.
Die Landesorganisation ging schon frßh eine enge Verbindung mit dem politischen Zweig der Arbeiterbewegung, der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SAP), ein. Mit dem Erstarken der SAP bekam auch LO eine stärkere Position bei der Durchsetzung gewerkschaftlicher Fragen.
Gewerkschaften und Arbeitgeber bekämpften gleichermaĂen Versuche des Staates, den Arbeitsmarkt durch Gesetzgebung zu regeln. 1938 wurde das historisch bedeutsame Abkommen von SaltsjĂśbaden geschlossen: LO und die Arbeitgeberorganisation Svenska ArbetsgivarefĂśreningen (SAF) legten Rahmenbedingungen fĂźr die Sozialpartnerschaft fest, die bis in die 1960er Jahre GĂźltigkeit behielten. Die Vertragspartner einigten sich Ăźber eine Verhandlungsordnung und stellten Regeln fĂźr den Einsatz von KampfmaĂnahmen auf.
In der Zwischenkriegszeit entstanden auch die ersten Angestelltengewerkschaften. Die soziale und berufliche Situation der Angestellten war besser als die der Arbeiter, und sie standen den Arbeitgebern näher. Diese Angestelltengewerkschaften traten nicht dem SAP-nahen Dachverband LO bei, sondern bildeten 1944 einen eigenen Dachverband, Tjänstemännens Centralorganisation (TCO). 1947 entstand die letzte der drei Dachorganisationen, die Akademiker-Gewerkschaft SACO.
In den 1960er und 1970er Jahren wuchsen die Gewerkschaften stark. Der Organisationsgrad betrug Mitte der 1980er Jahre 85 %. Danach stagnierte zwar die Mitgliederzahl, aber der heutige Organisationsgrad von 68 % (2019) ist einer der hÜchsten in allen Industriestaaten.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15] Der Frauenanteil gleicht in skandinavischen Gewerkschaften dem Männeranteil und ist somit deutlich hÜher als im ßbrigen Europa.cite-ref-16[16]
Die veränderten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt haben zu einer verstärkten Zusammenarbeit der Gewerkschaftsverbände seit den 1990er Jahren gefßhrt.
Gewerkschaften in Schweden
⢠Landsorganisationen (LO): Dachverband fßr 16 Einzelgewerkschaften (1,86 Mio. Arbeiter 2005)cite-ref-17[17]
⢠Tjänstemännens Centralorganisation (TCO): Dachverband fßr 17 Einzelgewerkschaften (1,27 Mio. Angestellte 2005)
⢠Sveriges Akademikers Centralorganisation (SACO): Dachverband fßr 26 Einzelgewerkschaften (569.000 Akademiker 2005)
⢠Sveriges Arbetares Centralorganisation (SAC): syndikalistische Gewerkschaft (etwa 8.000 Mitglieder)
Schweiz
â
Hauptartikel
:
Liste von Gewerkschaften in der Schweiz
In der Schweiz ist heute gut jeder vierte Beschäftigte in einer Gewerkschaft oder einem gewerkschaftsähnlichen Verband organisiert. Im westeuropäischen Vergleich ist dies eher wenig.
Gewerkschaftsverbände in der Schweiz
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) ist die grĂśĂte Arbeitnehmerorganisation der Schweiz. In ihm sind sechzehn Einzelgewerkschaften zusammengeschlossen, die insgesamt rund 380.000 Mitglieder vertreten. Die Schweizer Gewerkschaften waren von Anfang an um die Schaffung eigener Selbsthilfe- und Sozialeinrichtungen bemĂźht: Zunächst Arbeitslosen- und Krankenkassen, Alters- und UnterstĂźtzungskassen, später Schulungs- und Ferien- und Sozialeinrichtungen. Von jeher gewährten die Gewerkschaften ihren Mitgliedern auch Rechtsschutz.
2002 wurde in Bern unter dem Namen Travail.Suisse eine neue Dachorganisation der Arbeitnehmenden gegrßndet. Urheber dieser Grßndung waren die Verbände und Gewerkschaften, die vorher dem Christlichnationalen Gewerkschaftsbund der Schweiz (CNG) und der Vereinigung schweizerischer Angestelltenverbände (VSA) angeschlossen waren. Diese Verbände vertreten rund 170.000 Mitglieder.
Einzelgewerkschaften in der Schweiz
Mit dem Zusammenschluss der GBI, SMUV, VHTL, unia und actions zur Unia ist im Herbst 2004 die grĂśĂte Gewerkschaft der Schweiz mit rund 200.000 Mitgliedern und fast 100 Sekretariaten entstanden. Die Anstellungsbedingungen von etwa einer Million Menschen sind in Gesamtarbeitsverträgen geregelt, die von der Unia ausgehandelt werden.
⢠syndicom: Gewerkschaft Medien und Kommunikation mit 43.000 Mitgliedern
⢠garanto: Zollgewerkschaft
⢠Gewerkschaft Bau und Industrie, (GBI), seit 2004 Teil der UNIA
⢠Gewerkschaft Verkauf Handel Transport Lebensmittel (VHTL): Frßher 14.000 Mitglieder, seit 2004 Teil der UNIA
⢠Personalverband des Bundes (PVB): 12.000 Mitglieder
⢠Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen (Smuv): Frßher 90.000 Mitglieder, seit 2004 Teil der UNIA
⢠Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV): 47.000 Mitglieder
⢠Schweizerischer Lehrerinnenverein, Gewerkschaft Syna: 65.000 Mitglieder
⢠Swiss Air Traffic Controllersâ Associations (SwissATCA)
⢠Unia: 200.000 Mitglieder
⢠Verband schweizerischer Arbeiterinnenvereine (SAV): von 1893 bis 1917
Spanien
In Spanien gibt es verschiedene GewerkschaftsbĂźnde. Zu den grĂśĂten gehĂśren die Comisiones Obreras, die UniĂłn General de Trabajadores und die Union Sindical Obrera. Regionale Organisationen sind die ConfederaciĂłn Intersindical Galega in Galicien, die baskische demokratische ELA-STV und die baskische nationalistische Langile Abertzalen Batzordeak. Des Weiteren ist die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft ConfederaciĂłn Nacional del Trabajo (CNT) die einst eine einflussreiche Gewerkschaft, v. a. im katalanischen Raum um Barcelona war.
USA
Gewerkschaftsentwicklung im 19. Jahrhundert
In den USA entstanden die Gewerkschaften nicht wie die europäischen Gewerkschaften aus klassenkämpferischen Motiven, sondern sie waren Ăźberwiegend eine Schutzgemeinschaft gegenĂźber den Einwanderern und den Nichtorganisierten. Die US-Gewerkschaften des späten 19. Jahrhunderts verstanden sich als Gegenentwurf zu den Unternehmenskartellen gewissermaĂen als âLohnkartelleâ, die im kapitalistischen System die Rolle des Anbieters von Arbeitskraft einnahmen und diese im Interesse ihrer Mitglieder mĂśglichst teuer verkaufen wollten. In der Anfangszeit wurden Arbeitgeber oft erpresst und mit Gewalt gezwungen, nur Gewerkschaftsmitglieder einzustellen. Umgekehrt war die Mitgliedschaft in einer US-Gewerkschaft Ăźblicherweise an hohe EintrittsgebĂźhren oder Abgabe eines Teils des Lohnes sowie AufnahmeprĂźfungen gebunden.
Als erste US-Gewerkschaft wurde die National Labor Union (NLU) am 20. August 1866 in Baltimore gegrßndet. Ihr wichtigstes Ziel war die Einfßhrung des Achtstundentages. Schwarze oder Chinesen wurden in dieser Trade Union anfangs nicht als Mitglied aufgenommen und grßndeten eigene kleine Gewerkschaften. In ihrer Grundsatztagung von 1869 erklärte die NLU, Arbeiterrechte unabhängig von Geschlecht und Hautfarbe zu vertreten, und Üffnete sich ab nun auch Frauen und Schwarzen. Die NLU beschränkte sich jedoch zunehmend auf die Arbeit im Parlament (Einbringen von Gesetzesinitiativen); ihre Bedeutung nahm ab und sie lÜste sich 1873 auf.
Schon 1869 wurden die Knights of Labor gegrĂźndet und wurden bald zur fĂźhrenden Gewerkschaft in den USA. Sie hatte bis zu 700.000 Mitglieder im 19. Jahrhundert. Ihre Ziele waren neben der ErhĂśhung der LĂśhne die Abschaffung der Kinderarbeit und die EinfĂźhrung des Achtstundentages. Sie forderten âa proper share of the wealth they create, [âŚ] more free time, and generally more benefits of societyâ, kurz also eine gerechtere VermĂśgensverteilung, mehr Freizeit und eine sozialere Gesellschaft. Bekannt wurde aus den Reihen dieser Gewerkschaft Thomas Mooney (1882â1942), der ein Arbeiteraktivist in San Francisco war und der in den Bombenanschlag beim Preparedness Day 1916 verwickelt gewesen sein soll. Eine UnterstĂźtzerin der Gewerkschaftsforderungen war ab 1870 Victoria Woodhull, die zeitweise dem amerikanischen Zweig der Ersten Internationale angehĂśrte.
1886 grßndete Samuel Gompers als Reorganisation der Vorgängerorganisation Federation of Organized Trades and Labor Unions in Columbus (Ohio) die American Federation of Labor (AFL, heute AFL-CIO), die US-weit schon bald 1,4 Millionen Mitglieder aufweisen sollte. Sie war einer der ersten Facharbeitergewerkschaftsbßnde in den USA. Gompers war bis zu seinem Tode im Jahr 1924 Präsident der AFL.
Gewerkschaftsverbände in den USA
1886 schlossen sich viele Einzelgewerkschaften zum Dachverband AFL zusammen, der rund die Hälfte der amerikanischen Arbeiter vertrat. Nach auĂen setzte der Verband auf die Abriegelung vor allem gegenĂźber der wegen der FlieĂbandfertigung wachsenden Schicht der ungelernten Arbeiter. Die AFL konzentrierte sich auf die direkten, aktuellen Forderungen der Arbeiter und stellte die Rechte der EigentĂźmer der Produktionsmittel im Kapitalismus nicht in Frage. Sie unterstĂźtzte einzelne Politiker, welche die Interessen der Arbeiter vertrat, nicht jedoch einzelne Parteien. Sie stand im Gegensatz zu den radikaleren Industrial Workers of the World (IWW), die sich als Klassenkampforganisation verstand und alle Arbeiter und Arbeiterinnen unabhängig von ihrem beruflichen Status organisierte.
1938 spalteten sich zehn Gewerkschaften von der AFL ab und grßndeten den neuen Dachverband CIO, der sich gezielt Ungelernten Üffnete. Beide Verbände standen sich in den folgenden Jahrzehnten verfeindet gegenßber. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die Gewerkschaften unter Druck durch die republikanische Mehrheit im Kongress und den Präsidenten Eisenhower. 1955 vereinigte sie sich deshalb wieder mit dem CIO und existiert heute als AFL-CIO. Die Mitgliederschaft nimmt kontinuierlich ab. 1955 waren 34 % der Arbeiter in den USA in dem neuen Dachverband organisiert. 2005 waren es 12 %. Fßr 2008 wird der gewerkschaftliche Organisationsgrad in der privaten Wirtschaft nur noch mit 7,5 % angegeben.
2005 traten zahlreiche Gewerkschaften (darunter mit der Dienstleistungsgewerkschaft SEIU die grĂśĂte Einzelgewerkschaft) aus und formierten sich unter dem neuen Dachverband Change to Win.
Seit dem späten 20. Jahrhundert wandeln sich die US-Gewerkschaften programmatisch immer mehr zu einer ganzheitlichen Vertretung aller Arbeitnehmer. Ihr Einfluss ist seit 1980 stetig zurßckgegangen.
Einzelgewerkschaften in den USA
United Steelworkers
Die United Steel, Paper and Forestry, Rubber, Manufacturing, Energy, Allied Industrial and Service Workers International Union (USW) ist mit Ăźber 1,2 Millionen aktiven und ehemaligen Mitgliedern die grĂśĂte Industriegewerkschaft Nordamerikas. Sie vertritt Arbeiter in den USA und in Kanada. Hauptsitz der Gewerkschaft ist Pittsburgh (Pennsylvania).
Die USW wurde als USWA am 22. Mai 1942 von Mitgliedern der Amalgamated Association of Iron, Steel, and Tin Workers und des Steel Workers Organizing Committee gegrßndet. Zuvor war es zu häufigen, teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen von streikenden Arbeitern und Streikbrechern oder der Polizei gekommen. Erster Präsident der Gewerkschaft war Mitbegrßnder Philip Murray.
American Railway Union
Die American Railway Union (ARU) war die grĂśĂte Gewerkschaft der 1890er Jahre in Amerika und die erste Industriegewerkschaft in den Vereinigten Staaten. Sie wurde am 20. Juni 1893 von Bahnarbeitern in Chicago, Illinois, unter der FĂźhrung von Eugene V. Debs (einem Lokomotivheizer) gegrĂźndet. Die ARU verkĂśrperte in ihrer Politik, anders als die anderen Gewerkschaften, eine Vertretung aller Bahnmitarbeiter, unabhängig davon, ob sie nun als Handwerker oder im Dienst am Kunden bei einer Eisenbahngesellschaft eingesetzt waren. Innerhalb eines Jahres hatte die ARU Hunderte von Ortsgruppen und Ăźber 140.000 Mitglieder im ganzen Land.
1893 kßrzte die Eisenbahngesellschaft Great Northern Railway die LÜhne ihrer Beschäftigten. Bis zum April entschied sich die ARU fßr einen Streik und legte damit die Eisenbahn fßr 18 Tage lahm. Sie erzwang dadurch von der Gesellschaft die Rßcknahme der Lohnkßrzungen bei ihren Arbeitern. Dies war der erste und einzige Sieg der Gewerkschaft.
In ähnlicher Weise kĂźrzte die Pullman Palace Car Company ihre LĂśhne fĂźnfmal â um 30 bis 70 Prozent â zwischen September 1893 und März 1894. Viele Pullman-Arbeiter waren inzwischen in die Eisenbahnergewerkschaft eingetreten. Eine ARU-Versammlung sich aus Solidarität den Streikenden anzuschlieĂen und boykottierte Pullman-Waggons. Der Boykott wurde ein groĂer Erfolg. Als Antwort darauf gab das Pullman-Management die Order aus, Pullman-Waggons an die PostzĂźge anzuhängen, um sich so eine UnterstĂźtzung ihres Standpunktes Ăźber den Postdienst zu verschaffen und die Bundesregierung zu interessieren.
Mit Hilfe des Sherman Antitrust Acts von 1890, der geregelt hatte, es sei fĂźr FirmenzusammenschlĂźsse illegal, Handelsbewegungen oder den Handel einzuschränken, wurde ein gerichtliches Verbot am 2. Juli erwirkt. Es untersagte der ARU-FĂźhrung, durch âZwingen oder HerbeifĂźhren von Drohungen, EinschĂźchterung, Ăberredung, Gewalt oder Tätlichkeiten, Bahnangestellten zu verwehren oder sie zu hindern, ihre Aufgaben durchzufĂźhren.â Am nächsten Tag befahl US-Präsident Grover Cleveland 20.000 Mann Bundestruppen, den Streik zu zerschlagen und fĂźr den Zuglauf zu sorgen. Bis zum 7. Juli wurden Debs und sieben andere ARU-Funktionäre festgenommen, angeklagt und wegen âVerschwĂśrung zur StĂśrung des freien Postverkehrsâ verurteilt. Der Streik wurde endgĂźltig zerschlagen. Die ARU lĂśste sich schlieĂlich auf. Die Pullman Company Ăśffnete ihren Betrieb ohne die entlassenen GewerkschaftsfĂźhrer wieder.
International Brotherhood of Teamsters
Die International Brotherhood of Teamsters (IBT) (sinngemäĂ: Internationale Bruderschaft der Fuhrleute), kurz nur Teamsters genannt, ist die Gewerkschaft der Transportarbeiter und damit die grĂśĂte Einzelgewerkschaft der USA und ist seit 1992 auch in Kanada als Teamsters Canada tätig.
Die IBT, vormals auch bekannt als International Brotherhood of Teamsters, Chauffeurs, Warehousemen and Helpers of America verfĂźgt Ăźber etwa 1,4 Mio. beitragszahlende Mitglieder und 400.000 Rentner (Stand 2004) und gehĂśrt damit auch zu den grĂśĂten Einzelgewerkschaften weltweit.
Anfänglich waren die Teamsters nur eine Gewerkschaft fĂźr Lastkraftwagenfahrer, expandierten aber zur allgemeinen Transportarbeitergewerkschaft und reichen heute bis hinein in die Lebensmittelbranche. Sie sind somit auch die zuständige Gewerkschaft beim Logistikriesen UPS. Die Gewerkschaft gehĂśrt heute zur Gewerkschaftsgruppe Change to win, nachdem sie mit einigen anderen Gewerkschaften 2005 den ehemaligen Dachverband AFL-CIO verlieĂ.
Writers Guild of America
Die Writers Guild of America (WGA) ist die gemeinsame Gewerkschaft der Autoren in der Film- und Fernsehindustrie der USA. Sie teilt sich in einen westlichen und Üstlichen Bereich. Ab 2003 zählte sie landesweit ßber 11.000 Mitglieder. Die Gewerkschaft sorgt auch fßr die Gesundheits- und Pensionsleistungen der Mitglieder. Ebenso kontrolliert sie die Einhaltung des Urheberrechtes.
National Hockey League Players Association
Die National Hockey League Playersâ Association (NHLPA) ist eine Gewerkschaft der Profi-Eishockey-Spieler der NHL in Nordamerika. Der Hauptsitz der Spielervereinigung NHLPA ist Toronto. Sie wurde im Juni 1967 von den Spielern aus den Eishockeyclubs der Original Six gegrĂźndet. Das Collective Bargaining Agreement (CBA; Gesamtarbeitsvertrag) stellt den Tarifvertrag zwischen der NHL (Vereine) und der Spielergewerkschaft NHLPA dar.
Gewerkschaften in der Filmkunst
⢠Die Faust im Nacken mit Marlon Brando
⢠Norma Rae â Eine Frau steht ihren Mann mit Sally Field
⢠F.I.S.T. â Ein Mann geht seinen Weg mit Sylvester Stallone
⢠Silkwood mit Meryl Streep, Cher und Kurt Russell
⢠Blue Collar mit Richard Pryor und Harvey Keitel
⢠Jimmy Hoffa mit Jack Nicholson
⢠Bread and Roses von Ken Loach
⢠Pride von Matthew Warchus
Siehe auch
Literatur
⢠Stefan Remeke: Solidarität, Humanität, Identität Das soziale Unterstßtzungswesen im gewerkschaftlichen Selbstverständnis - am Beispiel von Vorläuferorganisationen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di 1890 bis 1933, bebra verlag. Berlin 2024, ISBN 978-3-95410-332-4
⢠Gewerkschaften. (PDF; 3,9 MB) In: Aus Politik und Zeitgeschichte. 13â14/2010.
⢠Stefan Berger (Hrsg.): Gewerkschaftsgeschichte als Erinnerungsgeschichte. Der 2. Mai 1933 in der gewerkschaftlichen Erinnerung und Positionierung nach 1945. Klartext, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1580-0.
⢠ValĂŠrie Boillat, Bernard Degen, Elisabeth Joris, Stefan Keller, Albert Tanner, Rolf Zimmermann (Hrsg.): Vom Wert der Arbeit. Schweizer Gewerkschaften â Geschichte und Geschichten. Rotpunktverlag, ZĂźrich 2006.
⢠Peter Bremme, Ulrike FĂźrniĂ, Meinecke (Hrsg.): Never work alone. Organizing â ein Zukunftsmodell fĂźr Gewerkschaften. VSA-Verlag, Hamburg 2007.
⢠Gary N. Chaison: Unions in America. 2005, ISBN 0-7619-3034-5.
⢠Horst-Udo Niedenhoff/Wolfgang Pege, Freie Universität Berlin: Gewerkschaftshandbuch. 1997. Memento vom Webarchive 10. Juni 2007, abgerufen am 21. September 2025
⢠Jochen Gollbach: Europäisierung der Gewerkschaften. 2005, ISBN 3-89965-126-X.
⢠Thomas Haipeter, Klaus DÜrre (Hrsg.): Gewerkschaftliche Modernisierung. VS Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17753-3.
⢠Juri Hälker, Vellay Claudius (Hrsg.): Union Renewal. Gewerkschaften in Erneuerung. In: Texte aus der internationalen Gewerkschaftsforschung. Edition der Hans-BÜckler-Stiftung, 2006.
⢠Wolfgang Kowalsky, Peter Scherrer (Hrsg.): Gewerkschaften fßr einen europäischen Kurswechsel. Westfälisches Dampfboot, Mßnster 2011.
⢠Robert Lorenz: Gewerkschaftsdämmerung. Geschichte und Perspektiven deutscher Gewerkschaften. transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2286-7.
⢠Walther Mßller-Jentsch: Soziologie der Industriellen Beziehungen. Eine Einfßhrung. Campus, Frankfurt am Main 1997.
⢠Walther Mßller-Jentsch: Gewerkschaften und Soziale Marktwirtschaft seit 1945. Reclam, Stuttgart 2011.
⢠Oskar Negt: Wozu noch Gewerkschaften? Eine Streitschrift. Steidl Verlag, 2004, ISBN 3-86521-165-8.
⢠Philip Yale Nicholson: Die Geschichte der Arbeiterbewegung in den USA. vorwaerts buch, 2006, ISBN 3-86602-980-2.
⢠Michael Ruck (Hrsg.): Gegner â Instrument â Partner. Gewerkschaftliche Staatsverständnisse vom Industrialismus bis zum Informationszeitalter. (= Staatsverständnisse, Bd. 106). Baden-Baden 2017, Nomos Verlag, ISBN 978-3-8487-3055-1 (brosch.), ISBN 978-3-8452-7204-7 (E-Book) [Deutschland, Frankreich, GroĂbritannien, USA].
⢠Rob Sewell: In the Cause of Labour: A History of the British Trade Unions, 1792â2003. Well Red Publications, November 2003, ISBN 1-900007-14-2.
⢠Hans-Wolfgang Platzer: Europäisierung der Gewerkschaften: Gewerkschaftspolitische Herausforderungen und Handlungsoptionen auf europäischer Ebene â Perspektiven gemeinsamer Politik mit der Sozialdemokratie. PDF; 150 kB, Friedrich-Ebert-Stiftung, April 2010.
⢠Werner Rßgemer, Elmar Wigand: Die Fertigmacher. Arbeitsunrecht und professionelle Gewerkschaftsbekämpfung. PapyRossa, KÜln 2014, ISBN 978-3-89438-555-2.
⢠Hans Rßhle, Hans-Joachim Veen (Hrsg.): Gewerkschaften in den Demokratien Westeuropas. 2 Bände, SchÜningh, Paderborn u. a. 1983.
Band 1: Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland (= Studien zur Politik. Bd. 7), ISBN 3-506-79307-1. Band 2: Grossbritannien, Niederlande, Ăsterreich, Schweden, Dänemark (= Studien zur Politik. Bd. 8), ISBN 3-506-79308-X.
Weblinks
Wiktionary: Gewerkschaft
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Commons
: Gewerkschaften
â Album mit Bildern
⢠Literatur von und ßber Gewerkschaft im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Volltexte in der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn
⢠Industrialisierung/Anfänge der Gewerkschaftsbewegung
⢠Gewerkschaften. Bundeszentrale fßr politische Bildung
⢠Geschichte der Gewerkschaften in Deutschland
⢠Wozu gibt es Gewerkschaften heute?
⢠Knud Andresen: Gewerkschaftsgeschichte, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 26. August 2021
⢠Gewerkschaften â Der lange Kampf ums Arbeitsrecht. Deutschlandfunk, Anh Tran, 25. April 2024, mp3 45:02 min
Einzelnachweise
cite-note-11. â Frank Deppe: Gewerkschaften in der GroĂen Transformation. PapyRossa-Verlag, KĂśln 2012, S. 10.
cite-note-21. Quellen der Tabelle: Ebbinghaus S. 196, In: Schroeder-WeĂels: Die Gewerkschaften in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. 2003; Anke Seifert, Claudia Breisa: Deutsche Gewerkschaften im Wandel der Zeit. Grin Verlag fĂźr akademische Texte, 2005.
cite-note-33. â Arbeitsamt der Deutschsprachigen Gemeinschaft (Memento vom 17. September 2012 im Internet Archive)
cite-note-44. â Dominique Andolfatto, Dominique LabbĂŠ: En France, combien de salariĂŠs sont-ils syndiquĂŠs ? Institut Superieur du Travail, 23. September 2021, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 29. Dezember 2021 (franzĂśsisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.istravail.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-55. â Michel Wieviorka: Le Front national. Entre extrĂŠmisme, populisme et dĂŠmocratie. Ăditions de la Maison des sciences de lâhomme, Paris 2013, S. 44.
cite-note-66. â Dominique Andolfatto, Thierry Chofat: Le Front national et les syndicats. Une stratĂŠgie dâentrisme ? In: Sylvain CrĂŠpon u. a.: Les faux-semblants du Front national. Sociologie dâun parti politique. Les Presses Sciences Po, Paris 2015.
cite-note-77. â qui sommes-nous ? (Wer sind wir?). ConfĂŠdĂŠration Française de l'Encadrement CGC, 2021, abgerufen am 29. Dezember 2021 (franzĂśsisch).
cite-note-wolfgang-abendroth-88. â Wolfgang Abendroth: Sozialgeschichte der europäischen Arbeiterbewegung. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1965, S. 19.
cite-note-99. â vgl. Stefan Berger: Ungleiche Schwestern. Die britische Labour Party und die deutsche Sozialdemokratie im Vergleich 1900â1931. Bonn 1997, S. 43 f.
cite-note-1010. â TUC History Online
cite-note-hist-part5-1212. â Part 5: 1980â2000, auf www.unionhistory.info, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
cite-note-1313. â Gewerkschaft GPA wählt Vorsitzende Barbara Teiber und gibt sich neuen Namen. Abgerufen am 4. Dezember 2020.
cite-note-1414. â Anders Kjellberg (2020) Kollektivavtalens täckningsgrad samt organisationsgraden hos arbetsgivarfĂśrbund och fackfĂśrbund, Department of Sociology, Lund University. Studies in Social Policy, Industrial Relations, Working Life and Mobility. Research Reports 2020:1, Appendix 3 (in English) Table A
cite-note-1515. â Anders Kjellberg und Christian Lyhne Ibsen (2016) "Attacks on union organizing: Reversible and irreversible changes to the Ghent-systems in Sweden and Denmark", in Trine Pernille Larsen und Anna Ilsøe (eds.)(2016) Den Danske Model set udefra â komparative perspektiver pĂĽ dansk arbejdsmarkedsregulering, Copenhagen: Jurist- og Ăkonomforbundets Forlag
cite-note-1616. â Olwen H. Hufton, GiĹta Kravaritou-ManitakÄ, Yota Kravaritou: Gender and the Use of Time: Gender Et Emploi Du Temps. Kluwer Law International, 1999, ISBN 90-411-9660-9. S. 236. (englischsprachiges Kapitel).
cite-note-1717. â Homepage der schwedischen Gewerkschaften